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Web Accessibility in Europa

Wie Menschen mit Behinderungen im Web arbeiten

Evaluierungsmethode

Validierungsschemata und Gütesiegel

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Wie Menschen mit Behinderungen im Web arbeiten

Haftungsausschluss

Bevor Sie dieses Curriculum benutzen, lesen Sie bitte sorgfältig den Haftungsausschluss.

Einleitung

Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen stehen oft vor Problemen und Barrieren, wenn es darum geht sich Inhalte aus dem World Wide Web zu erschließen. Diese Probleme und Barrieren können meist durch den Einsatz Assistierender Technologien (AT) überwunden werden. Als Assistierende Technologien in diesem Zusammenhang sind alle Produkte, Werkzeuge, Gegenstände und technischen Systeme zu verstehen, die durch ihren Einsatz dem Einfluss einer Behinderung - oder allgemeiner Einschränkung - bei der Nutzung von Webinhalten entgegenwirken, ihn kompensieren, abschwächen, überwinden oder neutralisieren. So definiert erschließen Assistierende Technologien sowohl den immanenten interaktiven Charakter als auch den Zugang zum Inhalt spezifischer Seiten und eröffnen darüber hinaus den größtmöglichen Nutzen aus den verwendeten Browser-Werkzeugen.

Unter Web-Browsern sind Softwareanwendungen zu verstehen, die es den NutzerInnen ermöglichen, über Internet Inhalte verschiedenster Dokumententypen herunterzuladen, darzustellen und auszuführen, die sich auf Webservern in aller Welt befinden: Hypertext Dokumente (HTML, XHTML, XML), Grafiken und Bilder (zum Beispiel JPG, PNG oder GIF), Videos und Filme (WMA, AVI und dergleichen), Audiodateien (MIDI, MP3 und andere), Animationen (Flash, SVG etc.) und andere Programme, die zum Beispiel in Java oder JavaScript umgesetzt wurden.

Die vom Webserver kommenden Inhalte werden von modernen Browsern dabei nicht einfach nur interpretiert, um sie korrekt darstellen zu können - die Browser liefern auch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, um die Art und Weise der Darstellung so optimal wie möglich an die individuellen Bedürfnisse der BenutzerInnen anpassen zu können. Gerade in Bezug auf Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen bedeutet dies, dass die Qualität und Quantität von Einstellungsmöglichkeiten, die der verwendete Browser bietet, die Fähigkeit Webinhalte zu erschließen in einem so hohen Ausmaß beeinflusst, dass die schlussendliche Leistungsfähigkeit der Anwendung sowohl von der umsichtigen Auswahl als auch von der punktgenauen Anpassung des Browsers an die individuellen Bedürfnisse der NutzerInnen abhängt.

Für viele NutzerInnen ist diese sorgfältige Auswahl und Anpassung des Browsers nicht ausreichend. Damit diese Gruppe die vom Browser aufbereiteten Inhalte effizient erschließen und nutzen kann, muss der beschriebene Auswahl- und Anpassungsprozess durch den Einsatz Assistierender Technologien (zum Beispiel Screenreader, Vergrößerungssoftware, Braillezeile, Spracherkennungssoftware, etc.) unterstützt werden.

Dank Assistierender Technologien können Menschen mit Behinderungen Webinhalte (vorausgesetzt, diese Inhalte wurden barrierefrei gestaltet) ohne aus einer eventuellen Behinderung resultierende Einschränkungen nutzen und verarbeiten.

Ziele

Hauptziele dieses Moduls sind:

Inhalte

Menschen mit Behinderungen

Der im britischen Parlament 1995 beschlossene "Disability Discrimination Act" ([DDA]), definiert Behinderung folgendermaßen:

A person has a disability if he or she has a physical or mental impairment that has a substantial and long-term adverse effect on his or her ability to carry out normal day-to-day activities.

Wir unterscheiden fünf Hauptgruppen von Behinderungsformen: Sehbehinderungen, Hörbehinderungen, physische Behinderungen, Sprachbehinderungen und kognitiv-neurosensorische Behinderungen.

Sehbehinderungen

Das Spektrum der Sehbehinderungen reicht von Farbenblindheit (Problemen bei der Unterscheidung bestimmter Farben und Farbkombinationen) über beeinträchtigte Sehfähigkeit bis zu völliger Blindheit.

Probleme in der Farbwahrnehmung bedeuten, dass das Auge auf gewisse Farben nicht reagiert. Als Beispiel werden hier Probleme bei der Unterscheidung zwischen roter und grüner sowie gelber und blauer Farbe genannt. Folglich sollten Webentwickler Inhalte nicht ausschließlich über die Farbe definieren (zum Beispiel besonders wichtige Informationen oder Pflichtfelder in Formularen rot färben).

Als Personen mit eingeschränkter Sehfähigkeit gelten Menschen, deren Visus auch durch Behandlung und / oder Korrektur nicht in einem Ausmaß verbessert werden kann, das für gewöhnlich ausreicht, um ohne besondere Lichtverhältnisse und / oder Vergrößerung zu lesen. Es werden verschiedene Formen eingeschränkter Sehfähigkeit unterschieden, wie zum Beispiel Tunnelsehen, zentraler Sehfeldausfall, verschwommene Sicht und Ähnliches. BenutzerInnen mit eingeschränkter Sehfähigkeit setzen für gewöhnlich Bildschirmvergrößerung ein, um Teile des Bildschirms vergrößert darzustellen. Manche Personen bevorzugen auch den (zusätzlichen) Einsatz von Sprachausgabe. In ähnlicher Weise - aber nur dann, wenn von Designseite her vorgesehen, d.h. bei relativer Codierung der verwendeten Schriftgrößen - kann diese NutzerInnengruppe auch die in manchen Browsern eingebaute Funktion der Vergrößerung des Schriftgrades verwenden.

Blindheit bedeutet einen beträchtlichen, nicht korrigierbaren Verlust des Sehvermögens beider Augen. Blinde BenutzerInnen surfen typischerweise mittels Screenreader ([WIKI-SCREENREADER]), die den Bildschirminhalt vorliest und / oder auf einer Braillezeile anzeigt. Damit diese Sprachausgaben effizient arbeiten können, müssen die betreffenden Inhalte (z.B. Überschriften, Listen, Hyperlinks) sorgfältig bearbeitet, bezeichnet und formatiert werden. Graphische Inhalte (z.B. Bilder) bedürfen eines alternativen, beschreibenden Textes.

Hörbehinderungen

Es existiert eine Vielzahl von Hörbehinderungen, die von einer leichten Hörbeeinträchtigung über teilweise bis zu völliger Gehörlosigkeit reichen können.

Leichte Hörbeeinträchtigungen können durch die Verstärkung des auditiven Reizes mittels Hörgerät zufriedenstellend kompensiert werden.

Gehörlosigkeit ist eine Behinderung des Hörapparates, deren Schwere eine Interpretation und Weiterverarbeitung von mit dem Hörsinn aufgenommenen Informationen trotz einer akustischen Verstärkung der Signale (Hörgeräte etc.) unmöglich macht. In vielen Fällen wird der Zugang von gehörlosen Menschen zu Informationen durch die Verwendung spezifischer Sprachräume und eigener Grammatiken zusätzlich erschwert. Diese Zielgruppe profitiert insbesondere von der Anpassung der dargebotenen Informationen an die Grundsätze "Leichter Lesbarkeit" (Verwendung gebräuchlicher Worte und Formulierungen, kurze Sätze, Kurzzusammenfassungen der dargebotenen Inhalte und Verwendung von zusätzlichen, die Aussagen unterstützenden graphischen Elementen).

Menschen mit Hörbehinderungen haben im Allgemeinen keine Probleme auf Informationen im Web zuzugreifen. Was jedoch den dargebotenen Inhalt betrifft, sind die DesignerInnen aufgerufen, gleichwertige visuelle Repräsentationen auditiver Informationen bereitzustellen und die Einhaltung grundlegender Prinzipien "Leichter Lesbarkeit" sicherzustellen.

Mobilitätsbehiderungen

Von einer Mobilitätsbehinderung können mehrere Körperteile in unterschiedlichem Ausmaß und in verschiedensten Kombinationen betroffen sein. Das Spektrum reicht hier von Muskelschwäche über Einschränkungen in der Kontrolle der Bewegung (Tremor, Lähmung, eingeschränkte Koordination), Wahrnehmungsstörungen und Kombinationen dieser Symptome bis hin zu fehlenden Gliedmaßen.

Personen mit Mobilitätsbehinderungen stoßen in der Bedienung von Computern bei vielen alltäglichen Bewegungsabläufen (wie zum Beispiel der kontrollierten Bewegung des Mauszeigers, dem gleichzeitigen Drücken mehrerer Tasten oder dem Drücken und längerandauernden Halten von Tasten) auf Schwierigkeiten. In schweren Formen können Standardmaus und / oder -tastatur nicht eingesetzt werden, was die Verwendung alternativer Eingabegeräte notwendig macht. Alternative Geräte arbeiten meist mit Spracheingabe oder durch Bedienung von Stäben und Tastern mit anderen Körperteilen (z.B. Kopf oder Mund). Das Ausmaß und die Qualität des Zugangs zu Webinhalten sind dabei zur Gänze von der Interaktion mit der Tastatur abhängig.

Sprachbasierte Eingabesysteme arbeiten mit Labels, die allen Elementen zugeordnet sind (z.B. Buttons, Links, Dialogboxen). Um eine effiziente Webnutzung mittels Spracheingabe zu ermöglichen müssen solche Elemente klar bezeichnet werden.

Sprachbezogene Behinderungen

Als Sprachfehler wird das Problem bezeichnet, deutlich verstehbare Sprache hervorzubringen.

Zu den Sprachfehlern gehört eine Behinderung namens Dyslalia (Stammeln). Personen mit Dyslalia haben Probleme, Laute zu artikulieren, was durch die Unfähigkeit charakterisiert wird, Wörter korrekt auszusprechen. Dies kann auf ein Problem im Zentralnervensystem dieser Person oder auf eine physische Anomalie der Sprachorgane zurückzuführen sein.

Sprachbedingte Beeinträchtigungen verursachen im Normalfall keine grossen probleme beim Zugang zum Internet, da ein Zugang zu Webinhalten mittels Sprache eher ungewöhnlich ist.

Kognitive oder Neurosensorische Behinderungen

Kognitive oder sensorische Behinderungen beinhalten eine Vielzahl von Einschränkungen wie Dyslexie, Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS), eingeschränkte Intelligenz, eingeschränkte Erinnerungsfähigkeit, mentale Gesundheitsprobleme, Epilepsie und etliche andere.

Um Zugänglichkeitsprobleme zum Web für AnwenderInnen mit kognitiven Behinderungen zu vermeiden, sollten Informationssysteme entwickelt werden, die die effiziente Nutzung durch betroffene Personen ermöglichen. Aus diesem Grund müssen einfache Systeme entwickelt und durch Personen mit kognitiven Behinderungen getestet werden, um mögliche Verständnisprobleme zu entdecken.

Die wichtigsten assistierenden Technologien

Das Konzept der assistierenden Technologien

Assistierende Technologien sind Werkzeuge, die es Menschen mit Behinderungen ermöglichen, die gleichen Aufgaben wie Menschen ohne Beeinträchtigungen zu erfüllen. Ein Beispiel dafür wäre eine Hörhilfe, die von einer Person mit Hörbehinderung genutzt wird, um akkustische Informationen aus der Umgebung zu empfangen. Ein anderes Beispiel für eine Assistierende Technologie wäre ein Rollstuhl, der einer Person mit Rückenverletzung Mobilität verleiht.

Assistierende Technologien sind somit spezielle Geräte oder Vorrichtungen, die verschiedenen Tätigkeiten unterstützen, die sonst nicht möglich wären. Mit anderen Worten handelt es sich hierbei um Technologien, die es Personen erleichtern oder sie unterstützen, ihr Leben so selbständig wie möglich zu führen, indem sie die Behinderung ausgleichen bzw. die Umwelt so verändern, dass eine Integration ermöglicht wird.

Alle unterstützenden Technologien sollten folgende Merkmale aufweisen:

Assistierende Technologien werden nach "ISO 9999: Technical aids for persons with disabilities - Classification and terminology" ([ISO-9999]) klassifiziert. Es handelt sich um eine vollständige Klassifikation aller assistierender Technologien, welche im Hinblick auf Personenschutz und -pflege, Mobilitätsunterstützung, Unterhaltungszwecke usw. zu finden sind. Dieser Standard beinhaltet ein Kapitel über "Unterstützung bei Kommunikation, Informations- und Nachrichtenübermittlung" ("Aids for communication, information and signalling"), das dem Zugang zu Computeranwendungen und Webinhalten besonderes Augenmerk widmet.

Für mehr Informationen zu Assistierenden Technologien verweisen wir wir auf die "Association for the Advancement of Assistive Technologie in Europe" ([AAATE]), das "European Assistive Technology Information Network" ([EASTIN]) und die "Foundation for Assistive Technology" ([FAST]).

Assistierende Technologien für den Zugang zum Web

Im Bereich der Informationstechnologie und diesbezüglich besonders bei der Zugänglichkeit zu Webinhalten wird eine Reihe von Assistierenden Technologien genutzt, um den Zugang für AnwenderInnen mit Behinderungen zu erleichtern. Beispiele dieser Hilfen sind: Screenreader, Sprachbrower, Vergrößerungssoftware, Spracherkennungsprogramme, adapierte Tastaturen und andere Cursorsteuerungs- und Informationseingabegeräte.

Screenreader

Screenreader sind spezialisierte Software, welche blinden oder stark sehbehinderten AnwenderInnen den Gebrauch eines Computers ermöglichen. Die Software wird in Verbindung mit Hardware (Lautsprecher, Sprachsynthesizer, etc.) verwendet, um Text und Bilder, die am Bildschirm erscheinen, zu interpretieren und in Sprachausgabe umzusetzen.

Alle Screenreader arbeiten - unabhängig von Modell und Betriebssystem des Anwenders / der Anwenderin - auf ähnliche Weise. Sie ermöglichen den AnwenderInnen, im Internet und in verschiedenen Anwendungen am Computer mittels Sprachausgabe (manchmal auch in Kombination mit einer Braillezeile) als Ausgabegerät und der Tastatur als Eingabegerät zu navigieren.

Einige Beispiele für Screenreader sind:

JAWS

JAWS ([JAWS]) ist einer der bekanntesten Screenreader, die derzeit am Markt sind, und bietet Zugang sowohl zu Softwareanwendungen als auch zum Internet. JAWS bietet auch Unterstützung für Braillezeilen und besitzt einen eingebauten Sprachsynthesizer.

HAL

Bei HAL ([HAL]) handelt es sich um einen Screenreader für die Anwendung mit allen Windows-Applikationen. Er liest Texte und erkennt auch Dialogboxen, Icons, etc. Zusätzlich ist er mit den meisten Braillezeilen kompatibel.

Windows-Eyes

Windows-Eyes ([WINDOWS-EYES]) ist ein fortschrittliches Screenreader-Programm. Es kann alle Webseiten-Anwendungen und Dokumente im PDF-Format lesen und an alle externen Sythesizer adaptiert werden.

Gnopernicus

Gnopericus ([GNOPERNICUS]) ist Bildschirmlese- und vergrößerungsprogramm, das blinden und sehbehinderten Anwendern den Gebrauch eines Gnome 2 Desktops und Gnome/GTK +2 erlaubt.

Sprachbrowser

Ein Sprachbrowser ist eine Software, die es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht, Webinhalte in Sprache ausgedrückt zu erfassen. Sprechende Browser haben eine etwas eingeschränktere Funktionalität verglichen mit Screenreadern in der Hinsicht, dass die BenutzerInnen nicht in der Bedienung des Betriebssystems begleitet werden. Zudem fehlen erweiterte Zugänglichkeitsoptionen wie das Vorlesen von komplexen Tabellen, die Platzierung von Überschriften, Listen, etc.

IBM Home Page Reader

IBM Home Page Reader ([HPR]) ist ein Sprachbrowser, der von IBM entwickelt wurde. Der Home Page Reader liest die Information einer Webseite inklusive der üblichen Texte, Tabellen, Graphikbeschriftungen, Felder und Formulare für Dateneingabe, etc. laut vor. Der Home Page Reader ist mit dem Microsoft Internet Explorer und Spracherkennungstechnologien kompatibel. Das Programm ist für BenutzerInnen über die Bedienung einer Standardtastatur, einer numerischen Tastatur oder einer Maus zugänglich. Die BenutzerInnen hören die Information der Webseite über einen Sprachsynthesizer.

Vergrößerungssoftware

Bildschirmvergrößerungsprogramme sind Software-Werkzeuge, die die am Bildschirm dargestellte Information erheblich vergrößern. Dies erleichtert Menschen mit Sehbehinderungen den Zugang zu Information. Zusätzlich haben die BenutzerInnen die Möglichkeit den Kontrast, die Farbe, die Schriftart und Schriftgröße einzustellen.

Am Markt ist eine breite Palette an Bildschirmvergrößerungsprogrammen erhältlich, von denen jede Software verschiedene Faktoren für die Vergrößerung anbietet und einige davon Unterstützung durch Sprachsynthesizer bieten. Weiters gibt es eine Vielzahl an Applikationen, die teilweise oder vollständige Zoomoptionen ermöglichen, um den Bedürfnissen der BenutzerInnen zu entsprechen.

Einige der beachtenswertesten Bildschirmvergrößerungsprogramme sind an dieser Stelle aufgelistet:

LunarPlus

LunarPlus ([LUNAR-PLUS]) ist eine mit Sprachsynthesizer ausgestattete Vergrößerungssoftware.

Magic

Magic ([MAGIC]) vergrößert den Bildschirminhalt bis auf das 16-facher seiner ursprünglichen Größe und enthält einen optionalen Screenreader. Es ist weiters mit einem Sprach-Synthesizer ausgestattet, der das Vorlesen von beliebigem Text auf dem Bildschirm erlaubt.

Zoomtext

Zoomtext ([ZOOMTEXT]) is eine zweistufige Vergrößerungssoftware: Vergrößerung (Stufe 1) and Vergrößerung zusammen mit Sprach-Synthesizer (Stufe 2). Sprachsynthese wird zur Unterstützung beim Lesen von Menüs oder Dialogfeldern benutzt. Es besteht Kompatibilität mit anderen Assistierenden Technologien wie zum Beispiel JAWS (ab Version 4.51).

Textbrowser

Ein reiner Textbrowser ermöglicht dem Benutzer / der Benutzerin, durch die Webinhalte zu navigieren, wobei die ganze Information im Textformat angezeigt wird (zum Beispiel durch Deaktivieren von Stylesheets, Anzeige von Textalternativen statt Bildern).

Lynx

Lynx ([LYNX]) ist der weltweit bekannteste Textbrowser. Lynx ist frei verfügbar und can einfach heruntergeladen werden. Ursprünglich für die Unix-Plattform entwickelt, existieren heute Versionen, die auch mit anderen Betriebssystemen funktionieren.

Spracherkennung

Spracherkennungssysteme sind Informationseingabegeräte, die von Personen benutzt werden, die Schwierigkeiten bei der Bedienung der Tastatur oder der Maus haben. Die Spracherkennung wandelt die Sprache des Benutzers/der Benutzerin in Befehle um, die über ein Mikrophon zum Betriebssystem gesendet werden und somit die Bewegungen mit der Maus und die Eingabe über die Tastatur ersetzen. Diese Software wurde in der letzten Zeit wesentlich weiterentwickelt und bietet heute eine breite Palette an Optionen. Die Leistungsfähigkeit der Spracherkennung wurde ebenfalls verbessert und erfordert nur geringe Vorkenntnisse bzw. wenig Übung, um angewandt werden zu können. Das Angebot an Spracherkennungssystemen ist begrenzt. Untenstehend befindet sich eine Beschreibung von den gängigsten Spracherkennungssystemen:

Dragon Naturally Speaking

Dragon Naturally Speaking ([DRAGON)) ist eine Spracherkennungssoftware, die mit hoher Präzision Sprache in Text umwandelt. Schwierige Aufgaben, wie beispielsweise die Aktivierung eines Links, das Ausfüllen von Formularen, etc. können einfach mit einem Wort oder einer Phrase ausgeführt werden. Die Software ist ebenfalls sehr flexibel bei der Konvertierung aufgenommener Sprache zu Text von digitalen Aufnahmegeräten wie beispielsweise dem Pocket PC, Palm Tungsten oder einem Tablet PC.

IBM Via Voice

IBM Via Voice ([VIA-VOICE]) ist ein Spracherkennungssystem, das eine Kontrolle des Betriebsystems und der Applikationen über Sprache zulässt. Die BenutzerInnen diktieren damit direkt in die Textverarbeitung oder einen Texteditor (z.B. Notepad). Diese Spracherkennungssoftware kann über Sprachbefehle auch zum Surfen im Internet oder zum Beantworten von E-mails verwendet werden. IBM ViaVoice erfordert für eine effektive Anwendung der Spracherkennung ein ausführliches Training und eine Anpassungsphase, um die Spracherkennung effektiv anwenden zu können.

Braillezeile

Eine Braillezeile ist ein Gerät, das - in Kombination mit spezieller Software - Bildschirminhalte in Brailleschrift anzeigt und somit blinden und taubblinden BenutzerInnen den Zugang zu Information am Computerbildschirm ermöglicht. Dieses System interpretiert die Wörter oder Graphiken am Bildschirm, so wie es Bildschirmlesegeräte machen und übersetzt diese in Braille. Braillezeilen bieten sowohl grundlegende Navigationselemente als auch die Möglichkeit zur Befehlsauslösung. (Haupt-)Eingabegerät bleibt dabei eine herkömmliche Tastatur.

Braillezeilen sind in großer Anzahl von unterschiedlichen Herstellern erhältlich: Alva, Braille Ex, Braille Focus, Braille Lite, Ecobraille, HandyTech, Power Braille, Technibraille, Type Braille, etc.

Alternative Methoden zum Navigieren im Web

In der heutigen Gesellschaft sind Computer zu einem unerlässlichen Werkzeug sowohl für die Arbeit als auch für das soziale Leben und für die Unterhaltung geworden. Diese Entwicklung brachte Menschen mit Behinderung den Vorteil einer Teilnahme an Aktivitäten, von denen sie zuvor ausgeschlossen worden sind. Zugleich aber bauen Informations- und Kommunikationstechnologien oft neue Barrieren auf, da die speziellen und unterschiedlichen Bedürfnisse vieler NutzerInnengruppen in den meisten Fällen nicht in die Entwicklung miteinbezogen werden.

Zum Surfen im Web werden größtenteils graphische Browser verwendet, in denen Player und Plug-Ins bereits vorinstalliert sind. Die Steuerung erfolgt meist mit der Maus - nur gelegentlich wird dazu auch die Tastatur vorwendet. Dies ist jedoch nicht das einzig mögliche Szenario. Weder verwenden alle Web-NutzerInnen dieselbe Eingabegeräte, um im Web zu surfen, noch gehen alle BenutzerInnen bezüglich Navigation auf die gleiche Art und Weise vor ([BROWSING]).

Hände auf einem Brailledisplay Person, die mit einer lasergesteuerten Kopf-Maus am Computer arbeitet
Bildschirm mit laufender Vergrößerungssoftware Person, die mit einem Mundstab am Computer arbeitet

Blinde Internet BenutzerInnen verwenden üblicherweise einen Screenreader, um zu den im Browser angezeigten Informationen zu gelangen. Die textuellen Inhalte der Webseiten werden von speziellen Anwendungen (Screenreader, sprechende Browser) mittels synthetischer Sprache vorgelesen.

BenutzerInnen mit Sehbehinderung verwenden üblicherweise eine Vergrößerungssoftware, um sich Bilder und Schriften im Browser vergrößert anzeigen zu lassen. Zusätzlich werden häufig vordefinierte Farben von Websites unterdrückt, um den bestmöglichen Kontrast zwischen Text und Hintergrund und damit optimale Lesbarkeit sicherzustellen.

Gehörlose oder schwerhörige BenutzerInnen können akustische Signale nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen. Damit ist das Abspielen von Audioaufnahmen in multimedial aufbereiteten Inhalten für diese NutzerInnengruppe nicht sinnvoll. Menschen, die gehörlos geboren werden, können aufgrund der vorwiegend lautsprachlichen Umgebung und Ausbildung in der Schule einen verringerten Wortschatz haben. Dies wiederum bewirkt, dass das Verständnis von übermäßig langen Texten oder Texten mit einer großen Fülle an neuen Begriffen oder komplexem Satzbau erschwert oder verhindert wird. In diesem Zusammenhang sind geeignete Untertitel und die zusätzliche Vermittlung von Informationen in Bildern und Diagrammen (nicht nur) für diese Personengruppe von besonderem Vorteil. Von besonderer Bedeutung für gehörlose bzw. schwerhörige Menschen ist die Aufbereitung und Darbietung von Informationen mittels Gebärdensprach - Videos.

BenutzerInnen mit Mobilitätseinschränkungen und ältere Menschen stoßen bei der Steuerung und Bewegung des Cursors (z.B. mit der Maus) oft auf Schwierigkeiten. BenutzerInnen, die mit der Bedienung der Maus Schwierigkeiten haben, steuern den Computer ausschließlich über die Tastatur unter Verwendung spezieller Hilfsmittel (mit Kopfstab, Tastern oder Ähnlichem) und den im Betriebsystem implementierten Eingabehilfen.

Für BenutzerInnen mit kognitiver Beeinträchtigung entstehen Probleme beim korrekten Interpretieren symbolischer Sprache (z.B. Icons). Zudem können komplexe Webnavigationssysteme bei diesen Menschen zu Orientierungsschwierigkeiten führen. Für diese BenutzerInnengruppe ist die Verwendung von einfachen Wörtern, einfachem Satzbau und die Verwendung von Erklärungstexten und klaren Strukturen sehr hilfreich um Texte verstehen zu können.

Andere BenutzerInnen haben eine langsame Internetverbindung oder verwenden alte Browser oder verfügen nicht über die aktuellsten Player und Plug-Ins. Diese BenutzerInnen haben Probleme beim Zugang zu spezieller graphischer Information und bei der Erschliessung von Inhalten, die mit Hilfe von Scripts erstellt wurden. Aus diesem Grund soll die Bereitstellung alternativer Formate angedacht werden. Weiters gibt es eine ständig wachsende Zahl an BenutzerInnen, die z.B mit PDAs und Mobiltelefonen mit sehr kleinen Displays auf das Web zugreifen und dadurch eine eingeschränkten Zugang zu den Inhalten haben.

WebentwicklerInnen sollten die vielschichtigen Bedürfnisse und Charakteristika der unterschiedlichen BenutzerInnengruppen bei der Umsetzung der Zugänglichkeit ihrer Webseiten sowie bei allen Projekten, bei denen Webtechnologien angewandt werden, bedenken (d.h. auf welche Art und Weise sie den Computer nutzen und wie sie im Internet surfen). Ebenso sollen sie die Vielfalt der Situationen der unterschiedlichen BenutzerInnengruppen bedenken und Seiten entwickeln, die für alle BenutzerInnengruppen zugänglich und verwendbar sind.

Navigation über die Tastatur

Mit der Tastatur durch Websites zu navigieren ist nicht (mehr) sehr weit verbreitet, obwohl es sehr wohl Menschen gibt, die die Navigation über die Tastatur der Navigation per Maus vorziehen. Im Speziellen sind dies Personen, die aus verschiedensten Gründen eine Maus nicht bedienen können oder wollen.

Obwohl die Maus ein optimales Navigations- und Steuerungsgerät zu sein scheint, gibt es viele andere Möglichkeiten, die Navigation über die Tastatur umzusetzen, die Webentwickler bedenken sollten. Einige wichtige Aspekte dabei sind:

Damit kann schon durch Kodierung und Konfiguration einer Tastatursteuerung den BenutzerInnen das Surfen im Web und die Bedienung der Website zusätzlich zum Einsatz Assistierender Technologien erleichtert werden.

Charakteristika der bekanntesten Webbrowser

Browser sind Programm, die Dokumente, die auf Remote-Servern überall im Web liegen, anfordern und am Bildschirm darstellen. Ein Browser interagiert dabei mit Hardware und Softwareprogrammen, die am Rechner installiert sind.

Web Browser werden in der Regel kostenlos angeboten und können von den Herstellerseiten heruntergeladen werden. Im nächsten Abschnitt werden die am häufigsten verwendeten Browser mit einer Diskussion verschiedener Einstellungen betreffend Web Accessibility vorgestellt. Detaillierte Informationen zur Zugänglichkeit verschiedener Browser im Allgemeinen finden Sie bei Wikipedia ([WIKI-BOWSERACC]).

Internet Explorer

Der Internet Explorer ([IE]) von Microsoft ist der populärste Webbrowser unter Windows und wird weltweit am häufigsten eingesetzt. Viele Entwicklungen im Bereich "Assistierende Technologien" zielen deshalb auf einen Einsatz mit Internet Explorer ab. Die wichtigsten auf internationaler Ebene eingesetzten Assistierenden Technologien wurden für den Einsatz mit Internet Explorer unter Windows optimiert.

Der Internet Explorer hat einige Unterstützungsmöglichkeiten für eine bessere Zugänglichkeit implementiert, die eine Adaptierung von Webinhalten an die Wünsche der BenutzerInnen ermöglichen. Die wichtigsten Möglichkeiten dabei sind:

Netscape

In den ersten Jahren der Browser Entwicklung galt Netscape ([NETSCAPE]) als Benchmark und somit Richtlinie für andere Browser. Viele Jahre lang - bis zur Integration des Internet Explorers in Windows 98 - war Netscape der am weitesten verbreitete Browser. Netscape gründete schließlich die Mozilla Entwicklergruppe und veröffentlichte den Source Code mit dem Hintergedanken, dadurch Verbesserungen und Erweiterungen zu erhalten.
Die neueste Version des Netscape setzt den Code der Mozilla Entwicklergruppe ein. Dadurch wird die Entwicklung der Applikation vollendet. Angesichts der Tatsache, dass Netscape seinen Source Code mit Mozilla teilt, ist deren Interpretation der Webseiten genau die gleiche.

Netscape hat folgende Anpassungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Zugänglichkeit implementiert:

Mozilla Firefox

Die Browser Mozilla und Mozilla Firefox ([MOZILLA]) wurden von der Mozilla Entwicklergruppe erstellt, die auch den öffentlichen Quellcode des Netscape Navigators sowie dessen Beiträge zur Weiterentwicklung verwaltet. Obwohl mit einer auf Netscape 4.0 basierenden Entwicklung begonnen wurde, wurde schließlich ein gänzlich neuer Browser entwickelt.

Der Mozilla Firefox ist als Webbrowser ein Teil des gesamten Mozilla Projekts. Ziel dabei ist die Entwicklung eines neuen Browsers für das Mozilla Gesamtprogramm, aber auch die Entwicklung eines davon unabhängigen Browsers, der kleiner und schneller sein soll sowie eine neue Form der Navigation aufweisen soll.

Die Version 1.5 wurde am 29. November 2005 auf dem Markt eingeführt. Sie enthält zahlreiche Verbesserungen wie eine Unterstützung von SVG, CSS 2, CSS 3 und JavaScript 1.6 Standards, laufende Software Updates, Neuordnung von Tabs mittels "Drag and Drop" und verbesserte Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit.

In Bezug auf Zugänglichkeit beinhaltet der Firefox 1.5 Optionen, die die Bedürfnisse seh- und mobilitätsbehinderter BenutzerInnen berücksichtigt:

Opera

Opera ([OPERA]) ist ein Internet Browser, der 1994 durch das Unternehmen Opera Software entwickelt wurde. Ab der Version 8.50 ist Opera eine Gratissoftware. Frühere Versionen stellten Shareware oder Adware dar, und vor der Version 5.0 waren Opera lediglich zahlender Kundschaft zugänglich. Opera ist für seine Geschwindigkeit, Sicherheit und seine Unterstützung von Standards (speziell CSS), seinen geringen Speicherplatzbedarf, seinen internationalen Vorsprung sowie kontinuierliches Update bekannt.

Opera ist ein grafischer Browser mit vielen Funktionen, die die Zugänglichkeit unterstützen ([OPERA-ACC]) sowie hoher Konfigurationskapazität. Er erlaubt Menschen mit Behinderungen komfortables Navigieren.

BenützerInnen mit Sehbeeinträchtigung bietet Opera folgende Funktionalitäten:

Für BenützerInnen mit Mobilitätsbeeinträchtigung werden folgende Features angeboten:

Amaya

Amaya ([AMAYA]) ist ein von W3C unterstützter Webbrowser, der AutorInnen auch bei der Erstellung von Webseiten zur Seite steht. Jede geöffnete Webseite kann sofort bearbeitet werden. Die Seiten können in HTML und XHTML mit CSS, in MathML-Ausdrücken und SVG-Grafiken angesehen bzw. generiert werden. Die Software ist gratis erhältlich und sowohl unter Unix als auch für Windows Plattformen verfügbar.

In Bezug auf die Zugänglichkeit wurden in der neuen Version von Amaya erfolgreich Verbesserungen eingeführt. Die meisten Aufgaben können nun ohne Mausunterstützung durchgeführt werden. Amaya unterstützt vorrangig folgende Tätigkeiten mit guter Zugänglichkeit ([AMAYA-ACC]):

Selbstevaluierung

Frage 1

Beim Design einer Website ist es besonders wichtig:

  1. dass die Inhalte in allen Browsern gleich / ähnlich aussehen.
  2. dass Inhalt und Navigation in jedem Browser korrekt dargestellt werden.
  3. dass die Mehrheit der Browser die verwendeten Technologien unterstützen.
  4. Alle bisher genannten Aussagen.

Frage 2

Einen Screenreader verwenden Menschen mit Behinderungen für gewöhnlich zusammen mit:

  1. Kopfhörern und Bildschirmvergrößerung
  2. Hörhilfe und Tastatur
  3. Tastatur und Sprachsynthesizer
  4. Textbrowser und Sprachsynthesizer

Frage 3

Spracherkennung wird eingesetzt

  1. um Informationen und Kommandos einzugeben
  2. um Links auszulösen und Formulare abzuschicken
  3. um Texte in eine Textverarbeitung zu diktieren
  4. Alle bisher genannten Aussagen

Frage 4

Die korrekte Hinterlegung von Bildern mit alternativem Text ist wichtig für BenutzerInnen mit:

  1. Internet Explorer, weil blinde Menschen ihn am häufigsten einsetzen
  2. jedem Browser
  3. Lynx
  4. Home Page Reader

Frage 5

Zur Vergrößerung von Webseiteninhalten einsetzbare Spezialsoftware heisst:

  1. Windows Eyes
  2. ZoomText
  3. Lunar Plus
  4. Amaya

Frage 6

Mit welchen Eingabegeräten arbeiten blinde Menschen?

  1. Mause
  2. Sprache
  3. Tastatur
  4. Mit allen bisher genannten Möglichkeiten

Frage 7

Die Navigation mittels Tastatur kann vereinfacht werden durch:

  1. OnKeyPress Ereignisse
  2. Tab-Indizes
  3. Tasten für den Schnellzugriff (Accesskeys)
  4. Alle bisher genannten Möglichkeiten

Frage 8

Welches der folgenden Programme ist zugleich Browser und Autorenwerkzeug?

  1. Mozilla Firefox
  2. Opera
  3. Amaya
  4. Alle bisher genannten Programme

Übungen

Suchen Sie sich einige Webseiten (nicht weniger als 5) von denen (mindestens) eine ein "AA - Accessibility-Logo" besitzt (Regierungs- und Verwaltungsseiten, große Unternehmen etc.) während die anderen Seiten im Prinzip nicht zugänglich sind / sein müssen.

Übung 1

Evaluieren Sie die Seiten mit Hilfe von Internet Explorer, Netscape, Mozilla Firefox und Opera.

Übung 2

Holen Sie sich die neueste Version des Screenreaders JAWS und starten Sie JAWS bei geöffnetem Internet Explorer.
JAWS herunterladewn (40-minütige Demoversion)

Anhang

Referenzen

[AAATE]
Association for the Advancement of Assistive Technology in Europe
[AI-SQUARED]
Ai Squared
[AMAYA]
Amaya
[AMAYA-ACC]
Accessibility in Amaya
[BROWSING]
Alternative Web Browsing - eine Zusammenfassung der WAI
[DDA]
Disability Discrimination Act 1995 (DDA)
[DRAGON]
Dragon Naturally Speaking
[DOLPHIN]
Dolphin
[EASTIN]
European Assistive Technology Information Network
[FAST]
Foundation for Assistive Technology
[FREEDOM-SCIENTIFIC]
Freedom Scientific
[GNOME-DEVELOP]
Gnome Developer Group
[GNOPERNICUS]
Gnopernicus
[GW-MICRO]
GW Micro, Inc.
[HAL]
HAL
[HPR]
IBM Home Page Reader
[IBM]
IBM
[IBM-ACC]
IBM Accessibility Centre
[IE]
Internet Explorer
[ISO-9999]
ISO 9999: Technical aids for persons with disabilities - Classification and terminology
[JAWS]
JAWS
[LUNAR-PLUS]
LunarPlus
[LYNX]
Lynx
[MAGIC]
Magic
[MOZILLA]
Mozilla
[MOZILLA-ACC]
Mozilla's Section 508 Compliance
[NETSCAPE]
Netscape
[NUANCE]
Nuance
[OPERA]
Opera
[OPERA-ACC]
Accessibility in Opera
[VIA-VOICE]
IBM Via Voice
[WIKI-BROWSERACC]
Vergleich der Accessibility-Eigenschaften der Webbrowser
[WIKI-SCREENREADER]
Screenreader - Definition in Wikipedia
[WINDOWS-EYES]
Windows Eyes
[ZOOMTEXT]
Zoomtext